20.04.2020 10:20

Mokélé Mbembé – Eine bis heute überlebende Dinosaurierart? Warum eigentlich nicht….?!

Mokélé Mbembé – Eine bis heute überlebende Dinosaurierart? Warum eigentlich nicht….?!

Danilo Rudolf / Güstrow

Im Folgenden möchte ich versuchen, die Hypothese der Existenz einer bis heute überlebenden Dinosaurierart im afrikanischen Kongobecken zu untermauern. Dabei stütze ich mich auf wissenschaftliche Erkenntnisse und verknüpfe sie mit meinen eigenen Gedankengängen.

Als Quellen dient u.a. hierbei die unten aufgelistete Literatur, um eine theoretische Möglichkeit zu schaffen, wie ein Dinosaurier bis in die heutige Zeit überdauert haben könnte.

Als potenziellen Kandidaten für das Mokélé Mbembé, habe ich mich für das Vulcanodon entschieden. Dieser Dinosaurier gehört zur Gruppe der Sauropoden, der während des frühen Jura, im südlichen Afrika lebte. Mit einer geschätzten Länge von 6,5 Meter handelte es sich um einen vergleichsweise kleinen Sauropoden. Der Körperbau mit dem tonnenförmigen Körper, dem langen Hals und Schwanz und dem kleinen Kopf entsprach jedoch auch dem Körperbau anderer Sauropoden.

Vorder- und seine Hinterbeine waren robust und säulenartig. Er könnte an den Ufern von Wadis gelebt haben und bevorzugte möglicherweise wüstenartige Lebensräume. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass er an seinem Fundort hin gespült worden ist. Das Tier starb vor 182,7 bis 174,1 Millionen Jahre aus. Von der Beschreibung her passt es durchaus auf Mokélé Mbembé, weswegen ich mich dazu entschieden habe, diesen ausgestorbenen (?) Vertreter der Dinosaurier zu nehmen.

Größenvergleich: Vulcanodon – Mensch,

Bild: gemeinfrei, Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gr%C3%B6ssenvergleich_Vulganodon-Mensch.png

Vulcanodon in einer plastischen Lebenddarstellung, JuraPark in Solec Kujawski, Polen, Bild Bardrok (26.Juli 20089 gemeinfrei;

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vulcanodon

Ab diesen Zeitpunkt wäre die Geschichte nun zu Ende, da Vulcanodon ja ausgestorben ist, zumindest gibt es keine jüngeren Funde, die belegen, dass er länger gelebt haben könnte.

Also kommt jetzt ein Gedanke von mir ins Spiel, das möglicherweise aus Vulcanodon eine neue Art, bzw. eine Unterart entstanden sein könnte, deren Vertreter ich ab diesen Zeitpunkt einfach mal Mokélé Mbembé nenne.

Natürlich wäre auch die Möglichkeit gegeben, andere kleinere Sauropoden zu nehmen, wie zum Beispiel den Magyarosaurus, der vor 69,9 bis 66 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Rumänien lebte oder andere kleinere Vertreter seiner Art. Aber ich bleibe einfach mal bei meinem Gedankenspiel, dass aus dem Vulcanodon sich Mokélé Mbembé entwickelt hat.

Mittlerweile sind viele Millionen Jahre auf der Erde vergangen, seitdem die Dinosaurier die Erde beherrschen. Wir befinden uns am Ende der Kreidezeit und ein riesiger Meteorit, der sich auf den Weg zu Erde gemacht hat, steht kurz vor dem Einschlag auf der Erde. Die Katastrophe beginnt und der Meteorit, der größer als der Mount Everest war, schlägt mit einer Geschwindigkeit von gut 20 km in der Sekunde ein. Der Einschlag reißt ein 30 km tiefes und 100 km breites Loch in den Golf von Mexiko. Alles was sich dort und in unmittelbarer Umgebung befand, war auf der Stelle tot.

Die riesigen Trümmer von Gestein und Staub jagten hoch in die Luft, Staubwolken verteilten sich um den Globus, schirmten das Sonnenlicht ab und kamen anschließend als Staub zurück auf die Erde. Außerdem wurden 100 Millionen Tonnen Schwefel in die Stratosphäre geschleudert. Aus diesen Schwefelverbindungen entstand Schwefelsäure, die sich in Form von Tropfen in der Stratosphäre festsetzte und einen Teil der Sonnenstrahlen zurück ins Weltall reflektierte. So kühlten die Temperaturen auf der Erde für ein oder zwei Jahre ab. Hinzu kommen riesige Tsunamis, Vulkanausbrüche, saurer Regen und Kälte, was katastrophale Folgen für die Pflanzen und Tierwelt bedeutete.

Das Klima erholte sich zwar wieder recht schnell, etliche Samen dürften auch diese eisige Zeit überdauert haben. Bereits nach sieben Jahren erreichte ähnlich viel Sonnenenergie den Boden wie vorher und auch die Temperaturen erreichten nach 30 Jahren wieder Normalwerte.

Allerdings kamen für die Dinosaurier und somit auch für Mokélé Mbembé die warmen Temperaturen allerdings zu spät. Wirklich zu spät?

Nein, denn nach neusten wissenschaftlichen Analysen und Erkenntnissen haben zum Beispiel Hadrosaurier die zur Gattung der Vogelbeckendinosaurier gehörten, die Katastrophe um 700.000 Jahre länger überdauert als bisher angenommen wurde. Selbst bei einer Unsicherheit von +/- 900.000 Jahren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieses Tier die Katastrophe um 700.000 Jahre länger überlebt hat, also erst vor ca. vor 64,8 Millionen Jahre ausgestorben ist.

Gleiches könnte auch Mokélé Mbembé geschafft haben, aber wie ist das möglich, ohne Nahrung im Zusammenhang mit der Katastrophe?

Heaman ist der Ansicht, das Hadrosauriergruppen durchaus den Impact und seine unmittelbaren Folgen überstanden haben könnten, wenn sie zufälligerweise in einer Region lebten, deren Vegetation zunächst erhalten blieb. Möglicherweise könnten auch einige Dinosauriereier die extremen Bedingungen, der ersten Jahre nach der Katastrophe, überstanden haben, was einigen Populationen ein Weiterleben erst ermöglichte. Gleiches wäre auch bei Mokélé Mbembé denkbar, wenn er zufällig in einer dieser Regionen lebte.

Was allerdings noch ungeklärt ist und ein Rätsel darstellt, ist die Tatsache, wie die Pflanzenwelt im Dunklen, ohne Sonnenlicht und Photosynthese und damit ohne Primärproduktion wachsen konnten. Eine Möglichkeit wäre, dass die Pflanzen in eine winterliche Ruhephase übergegangen waren und obwohl es extrem kalt war, überlebten sie aufgrund ihrer Anpassungen und trieben später wieder aus, als es wärmer wurde. Auch die Tiere könnten die Umstellung gut bewältigt haben. Als Möglichkeit hielten sie eventuell Winterschlaf. Zumindest wäre es eine mögliche Theorie, bis sich das Leben langsam wieder normalisiert hat.

Diese Möglichkeit gab es ja auch schon zur Jurazeit, als sich Dinosaurier in der Arktisregion aufhielten, in der es kalte Winter gegeben hat und trotzdem sind sie damit zurecht gekommen.

Die Hadrosaurier starben ja dann letztendlich doch aus und somit könnte Mokélé Mbembé der einzige Vertreter aus der Dinosaurierära sein, der bis heute im Kongobecken des Kontinents Afrika überlebt hat. Er passte sich dem Leben im Regenwald an, war abgeschottet von allen anderen größeren Fressfeinden der Säugetierära (Megafauna) und hat dank seiner Größe, keine natürlichen Feinde. Nach den Erzählungen der Pygmäen, hatten selbst Nilpferde ihm nichts entgegen zu setzen, ganz zu schweigen von Krokodilen.

Zumindest wäre das eine mögliche Erklärung, wie ein Dinosaurier oder ein dinosaurierähnliches Tier bis heute überlebt haben könnte. Der Regenwald in Afrika ist noch weitestgehend unerforscht und ist so unzugänglich, dass bisher nur ein kleiner Teil davon überhaupt erforscht werden konnte. Er erstreckt sich von Kamerun über Gabun und der Demokratischen Republik Kongo an der Westküste des Kontinents bis zur Region der großen Seen in Uganda, Ruanda und Tansania in Ostafrika. Es liegt also noch vieles im Verborgenen.

Soweit also ein Gedankenspiel meinerseits, zusammen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, über die mögliche Existenz eines überlebenden Dinosauriers bis in die heutige Zeit.

So lange kein Beweis, kein derartiges lebendes Exemplar gefunden wird, bleibt es vorerst leider nur eine Theorie.  

Quellen:

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